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Arganöl: vom Geheimtipp zum Must-have

By admin • Jul 14th, 2011 • Category: Haarpflege, Hautpflege

Das „Gold Marokkos“ ist begehrt. Bis vor kurzem war es nur als reines Öl zu stolzen Preisen zu haben, für die Verwendung in der Küche oder als Pflegeprodukt für Haare und Haut. Dann setzte der Argan-Boom ein, und das Öl machte sich auch außerhalb von Reformhäusern und Gourmettempeln breit. Mittlerweile setzen immer mehr Kosmetikfirmen aus dem unteren und mittleren Preissegment auf Arganöl: Ob Nivea, das es in einer Gesichtspflegeserie verwendet, Florena, das in der Körperpflege auf den exklusiven Wirkstoff schwört, oder Alverde, die Eigenmarke von DM, das auf Arganöl in seinem Mineral Make-up setzt.

Arganöl ist teuer. Ein Liter kann über 100 Euro kosten. Bedingt ist das durch das seltene Vorkommen des Arganbaumes: Es gibt ihn nur in einer Region der Erde, im Südwesten Marokkos. Die Gewinnung des Öls aus den Früchten des Arganbaumes ist außerdem sehr aufwändig. Die Früchte, die hoch in den unzugänglichen und dornigen Bäumen hängen, werden eingesammelt, wenn sie von den Bäumen fallen. Dann werden ihre Kerne mit einer Steinmühle von Hand gemahlen und mit abgekochtem Wasser geknetet. Erst aus diesem Brei wird das eigentliche Arganöl gepresst. Abweichend von dieser traditionellen Herstellungsmethode ist die maschinelle Pressung. Allerdings kann sich diese nicht durchsetzen, da zum Teil ganze Familien im Südwesten Marokkos von der traditionellen Ölproduktion leben.

Vom Aussterben bedroht, gilt der Arganbaum für die Einwohner dieser Region als „Baum des Lebens“: Er versorgt sie mit Brennstoff, Bauholz, Nahrung und einem der wertvollsten Öle der Welt. Das natürliche, kaltgepresste Öl ist besonders gesund. So enthält es in etwa die doppelte Menge des Radikalenfängers Vitamin E wie Olivenöl. Es glättet die Haut und schützt sie vor schädlichen Umwelteinflüssen.

Ein Wundermittel für Haare…
Für die Haarpflege ist Arganöl besonders zu empfehlen. Es pflegt die Haare besser als die meisten fertigen Kurpackungen, Spülungen und Glanzsprays aus dem Supermarkt. Kleiner Nachteil: Der Geruch ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Um Arganöl zur Haarpflege zu verwenden, reicht es aus, ein paar Tropfen sorgsam in die noch feuchten Haare – und besonders die empfindlichen Haarspitzen – einzukneten. Das Öl schließt die Feuchtigkeit des Haars ein, nährt spröde und splissige Haare und bildet außerdem eine Schutzschicht gegen äußere Einflüsse. Die Haare wirken durch eine Behandlung mit Arganöl kein bisschen fettig, sondern einfach gesund und glänzend. Im Gegensatz zu Olivenöl beschwert Arganöl die Haare nicht, und sie fetten auch nicht schneller als ohne die Argan-Kur. Wer Schuppen hat, die von einer trockenen Kopfhaut herrühren, kann außerdem einmal ausprobieren, ein wenig Arganöl vor dem Schlafengehen in die Kopfhaut zu massieren. Am Morgen kann man seine Haare wie gewöhnlich mit einem milden Shampoo waschen. Eine Kopfhautmassage mit Arganöl wirkt entspannend. Um den Effekt zu verstärken, kann man das Öl im Wasserbad vorher leicht erwärmen. Wenn man diese Kur regelmäßig anwendet, bleibt man von Schuppen verschont.

…und Haut
Auch für die Hautpflege ist Arganöl bestens geeignet. Das reichhaltige Öl setzt sich zwar aus vielen wertvollen Inhaltsstoffen zusammen, hinterlässt aber auf der Haut kein klebriges oder fettiges Gefühl. Das liegt vor allem daran, dass Arganöl in seiner chemischen Zusammensetzung den menschlichen Hautfetten ähnelt. Nach einer Massage mit Arganöl fühlt sich die Haut samtig und weich an. Sowohl bei trockener als auch bei unreiner Haut ist das Öl zu empfehlen. Es wirkt beruhigend bei empfindlicher Haut, alternde Haut wird gepflegt und vor dem Austrocknen geschützt. Auch hier ist es wichtig, das Öl des Arganbaumes auf die leicht feuchte Haut aufzutragen. Nach dem Duschen einfach mal Arganöl statt der üblichen Bodylotion ausprobieren. Wer will, kann auch ein wenig Duftöl, zum Beispiel aus Rosen oder Lavendel, dazumischen.

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One Response »

  1. …. soweit so richtig. Allerdings wird in den meisten (auch von Ihnen erwähnten) Kosmetikprodukten maschinell/industriell erzeugtes Arganöl verwendet. Wie sagt die GIZ in Ihrer Studie über die Herstellung von Arganöl : “Denn nur die Herstellung von handgepresstem Arganöl sichert den Landfrauen den höchsten Anteil am Wertschöpfungsprozess und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Armutsminderung …”. Man sollte also verantwortlich kaufen, denn es gibt auch zertfizierte Arganöl- Naturkosmetik von fairen und nachhaltigen Herstellern, die ausschließlich handgepresstes Arganöl verwenden.

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