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So halten gute Neujahrsvorsätze

By admin • Jan 3rd, 2011 • Category: Psychologie

Jedes Jahr dasselbe: Wir nehmen uns vor, das Rauchen aufzugeben, mehr Sport zu machen oder uns gesünder zu ernähren. Was uns im Rausch des Jahreswechsels ganz leicht scheint, vereitelt meist schon ein paar Tage später unser innerer Schweinehund.

Wie klappt es denn wirklich mit den guten Vorsätzen? Die gute Nachricht: Es gibt Tipps aus der Psychologie, die es wahrscheinlicher machen, dass wir uns auch tatsächlich daran halten. Die schlechte Nachricht: Ganz ohne Anstrengung wird es auch dieses Jahr nichts.

Die meisten guten Vorsätze scheitern ganz einfach daran, dass uns die innere Motivation dazu fehlt, zum Beispiel, wenn unser Arzt uns mehr Sport empfohlen hat. Deshalb hat es keinen Sinn, sich etwas vorzunehmen, das gar keinen Spaß macht. Auch ein starker Wille kann da nicht viel ausrichten, wie der Österreicher Psychotherapeut Michael Musalek betont. Der sei sowieso nur ein Konstrukt. Mehr Anstrengung bringt also nichts – allenfalls das Gegenteil von dem, was man sich vorgenommen hat. Denn je mehr Energie jemand aufwenden muss, um seinen Widerstand zu überwinden und das anvisierte Ziel zu erreichen, desto unwahrscheinlicher, dass es mit der Umsetzung klappt. Wem Ausdauersport noch nie Spaß gemacht hat, der kann nicht innerhalb von Tagen zum Langstreckenläufer werden.

Hingegen ist es hilfreich, seine Ziele konkret zu formulieren. „In vier Wochen laufe ich eine halbe Stunde am Stück“ ist viel genauer als „Ich will dieses Jahr mehr Sport machen“. Man sollte sich also gründlich überlegen, was man an seinem Verhalten ändern will. Etappenziele sind wichtig, sollten aber nicht zu hoch gesteckt werden. Wenn trotzdem mal etwas nicht so läuft wie geplant, ist das kein Grund, gleich den Kopf in den Sand zu stecken. Die meisten Menschen wollen zuviel auf einmal erreichen und geben auf, wenn der Vorsatz sich nicht sofort in die Tat umsetzen lässt. Wenn man sich stattdessen für das bereits Erreichte lobt, erhöht das die Motivation – und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass man sich an seinen Vorsatz auch hält. Es ist kein Beweis des Scheiterns, wenn man nach einer Woche Abstinenz doch wieder zur Zigarette greift. Immerhin hat man es da schon sieben Tage ohne ausgehalten!

Genauso wichtig wie eine realistische Zielsetzung ist es, das Vorhaben in kleine Schritte zu zerlegen und genau zu planen, was zur Umsetzung notwendig ist. Wenn wir nach der Arbeit ins Fitnessstudio gehen wollen, ist es sinnvoll, schon am Vorabend die Tasche zu packen und in den Flur zu stellen. So sinkt das Risiko, es sich im Fernsehsessel gemütlich zu machen, aus dem man erfahrungsgemäß so schnell nicht mehr hochkommt. Stolpersteine sollten also bewusst eingeplant und Strategien entwickelt werden, wie man ihnen am besten ausweicht. Am besten ist, man schreibt auf, was man tun will und was einen daran hindern könnte, um sich dann eine Lösung für das Problem zu überlegen. So nimmt man Ausreden die Überzeugungskraft.

Als sinnvoll hat sich auch erwiesen, sein Vorhaben möglichst vielen mitzuteilen. Oder sie gleich vor den Karren zu spannen: In der Gruppe joggen, gemeinsam das Rauchen aufgeben oder sich einmal pro Woche mit der besten Freundin treffen, um sich etwas Leckeres zu kochen. So wird die befürchtete Strapaze zum Genuss, den man mit netten Menschen teilt. Und sobald uns etwas Spaß macht, müssen wir uns auch nicht mehr dazu motivieren.

Ach übrigens, ich hab mir dieses Jahr nichts vorgenommen. Denn im letzten Jahr habe ich endlich herausgefunden, wie auch notorische Faulpelze wie ich fast jedes Vorhaben in die Tat umsetzen: Mit viiiiiiiieeeeeeeel Muße und einer homöopathischen Dosis Stress! :-) Das macht kreativ, sorgt für gute Laune und weckt schlummernde Talente – sogar auf Gebieten, in denen ich mich immer für einen Versager gehalten hatte.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein wunderschönes und erfolgreiches Jahr 2011!

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