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Mit Düften das Wohlbefinden steigern

By admin • Nov 22nd, 2010 • Category: Anti-Stress-Tipps

Chanel N° 5, Zitrusduft oder das harzige Aroma von Nadelbäumen: Manchmal reicht ein kleiner Duft, um uns längst vergessen geglaubte Situationen, Personen oder Stimmungen wieder ins Bewusstsein zu rufen. Das kann man gezielt nutzen, um sich besser zu konzentrieren, zu entspannen oder wacher zu sein.

Dass Düfte einen subtilen Einfluss auf unsere Psyche ausüben, ist im Grunde ein alter Hut. Gustave Flaubert kam der verlorenen Zeit über die Stimulation seiner Geruchsnerven auf die Spur, und auch in Katherin Hagenas letztem Roman „Der Geschmack von Apfelkernen“ spielen die vernachlässigten Sinne Riechen und Schmecken eine wichtige Rolle in der Archäologie der Erinnerungen. Auch das so genannte Duftmarketing beruht darauf, dass Gerüche von unserem Gehirn mit Erlebnissen assoziiert werden: Der Duft von Sonnencreme lässt in unserem Inneren unwillkürlich Bilder vom letzten Strandurlaub aufsteigen, und bei Zimt und Anis denken die meisten an Weihnachtsbaum und Kerzenlicht. Das hebt wiederum die Laune der Konsumenten und erhöht ihre Bereitschaft, Geld auszugeben, wie Studien nachgewiesen haben.

Dass Düfte Menschen manipulieren können, lässt sich mit einem einfachen Mechanismus erklären, der bei den meisten Tieren beobachtet werden kann: Wenn ein Sinnesreiz Erinnerungen an erlebte Situationen und damit verbundene Gefühle auslöst, sprechen Psychologen von Konditionierung. Die funktioniert wie im Fall des Pawlowschen Hundes, dem beim Klingeln einer Glocke das Wasser im Mund zusammenläuft. Er hat gelernt, dass dieser Klang immer dann auftritt, wenn es etwas zu fressen gibt. Kennt man diesen Mechanismus, kann man gezielt versuchen, das gute Gefühl in Situationen wieder heraufzubeschwören, die wir als angenehm erlebt haben: Der Lavendelduft lässt Erinnerungen an das Haus unserer geliebten Großmutter aufsteigen, der rauchige Geruch des Kaminfeuers erinnert uns an gemütliche Winterabende, das Deo unseres ersten Schwarms an Herzklopfen und Flugzeuge im Bauch.

Lange Zeit galt der Geruchssinn als etwas fast Animalisches, wohingegen das Sehen der edle Sinn par excellence war. Das kommt nicht von ungefähr, scheint es doch, als würde ein Geruch fast unmittelbar Gefühle auslösen, wohingegen der Sehsinn einer stärkeren Zensur durch unser Urteilsvermögen unterliegt. Deswegen wurden Düfte in ihrer Wirkung auf den Menschen lange Zeit vernachlässigt. Erst in den letzten Jahren wurde erforscht, wie sich Gerüche auswirken. Wie man diese Erkenntnis für sich nutzen und mit Düften das eigene Wohlbefinden steigern kann, darüber werde ich bald ausführlicher schreiben.

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